Summer Dreaming
Nairobbery

letzter Eintrag liegt Jahre zurueck, was nicht nur auf die Tatsache zurueckzufuehren ist, dass ich nichts zu sagen habe - kaum vorstellbar, ich weiss - sondern auch darauf, dass ich das Wochenende am Viktoria See verbracht habe und gerade dabei bin, einen unglaublich langen Beitrag zu meinen Erlebnissen dort zu verfassen.

In der Zwischenzeit moechte ich euch allerdings mit den neusten News aus Nairobi oder auch Nairobbery, wie Remi, mein alter Mitbewohner, es auch gern und liebevoll nannte, versorgen.

Am Samstag erzaehlte mir Tamara aufgeregt, dass Nicholas, ein Bekannter - Freund waere uebetrieben - der bei der franzoesischen Botschaft arbeitet, letzten Donnerstag entfuehrt wurde. Nachdem er gegen 20.00h in Richtung Norden gefahren war, um einen Freund abzuholen, wurde er auf der Strasse von mehr oder weniger schwerbewaffneten Maennern abgefangen, die ihn aus dem Wagen "bitteten", in ihr eigenes Auto setzten und losfuhren, um verschiedene Banken aufzusuchen. Da der kluge Nicholas sein Konto mit hoechstens 200 Euro am Tag belasten konnte, liessen die Kidnapper ihn nach knapp 6 Stunden frei - ohne Handy, Uhr, Schmuck und Geld - und sagten ihm, er solle so schnell laufen wie er koenne und sich nicht umdrehen, sie wuerden ihn sonst wohl oder uebel erschiessen meussen.

Auch eine andere Franzoesin wurde vor ein paar Tagen entfuehrt. Sie kam vom Einkaufen und ging ganz normal ueber Stock und Stein, als ploetzlich ein Auto neben ihr hielt, die Tuer geoeffnet und sie hineingezerrt wurde. Da sie weder Ec-Karte, noch besonders viel Geld oder gar ihr Handy dabei hatte, wurde sie nach nur einer Stunde entlassen - lediglich ihrer Einkaufe entledigt.

Gestern erzaehlte mir Tamara, dass sie gestern mit ihren Eltern, die gerade zu Besuch seien, die Strasse in der Naehe des Zentralen-Matatu-Bahnhofes ueberqueren wollte, als ein Mann - im Vorbeigehen - an der Goldkette ihres Vaters riss, die gluecklicherweise sofort aufsprang und zusammen mit dem Mann im Getuemmel verschwand.

viel zur Hauptstadt des Verderbens, es folgt, in den naechsten zwei Tagen, ein Bericht ueber die schoenen Seiten Kenias - es gibt sie tatsaechlich.
19.8.09 10:28
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


deluxe girl (22.8.09 02:25)
ruhig mal was neues

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