Summer Dreaming
Lake Victoria Part I

Nein, heute geht es noch nicht zum Viktoriasee, den, wie Johannes fuer mich herausgefunden hat, groessten See Afrikas und zweitgroessten Suesswassersee der Welt. Dennoch bekam ich gestern, als ich nach Hause kam und mich mit meinem Laptop gemuetlich im Badezimmer einrichtete, um neben meiner Bettfertigmach-Toilette noch schnell meine EMails zu checken, einen ersten Vorgeschmack auf die nassen Fluten des mir bevorstehenden Wochenendes.

Am Sonntag abend als wir Victoires, die von anglophonen Mitmenschen auch Victoria genannt wird, vierkoepfige Familie bei uns empfangen hatten und ich notduerftig mein Lager in Riikkas Zimmer aufgeschlagen hatte, war mir ganz traurig zu Mute. Jeder, aber auch wirklich JEDER, scheint hier Besuch zu erwarten, nur Philippe und ich muessen uns weiterhin damit abfinden, dass wir unsere Erfahrungen im schwarzen Afrika ganz allein machen muessen.
 
Victoire schlug mir, als sie mich den Traenen nahe sah, deshalb sehr uneigennuetzig vor, ich koenne, solange ihre Familie da sei, sie auch als die meine betrachten - weswegen UNSERE Mutter ja hoffentlich auch in meinem Bett schlafen duerfe.

Als ich dann also gestern abend in meinem privaten Badezimmer stand, Victoire und ihre Familie waren bereits zu einer Safari in die Massai Mara aufgebrochen, natuerlich ohne ihre neugewonnene Adoptivtochter, und die Klobrille hob, musste ich mich fast uebergeben.
 
Meine freanzoesische Ersatzfamilie hatte ein randvolles Klobecken brauner Sosse in MEINEM privaten Badezimmer hinterlassen. Als ich spuelte und das "Wasser" langsam in den Tiefen der Kanalisation verschwand, schrie Riikka aus dem anderen Badezimmer: eine stinkende Bruehe kroch aus dem Rohr, gerade, als sie sich bereit machte, es sich auf der Klobrille gemuetlich zu machen.
 
Auch ich schrie und wir holten Tamara, die einzige, die unserer Meinung nach Erfahrung mit so einem Problem haben konnte (schliesslich war es franzoesischer Art), doch sie lachte nur und verschwand wieder in ihrem Zimmer - scheinbar hatte sie nicht vor, die Loesung des Problems mit uns zu teilen, sollte sie sie tatsaechlich kennem.
 
So machten Riikka und ich uns mit der Klobuerste bewaffnet daran, in der Toilette herumzustochern - vergeblich. Riikkas Vorschlag, den Watchman zu rufen, konnte ich nicht annehmen. Er wuerde jeglichen Respekt vor uns verlieren, denn natuerlich wuerde er glauben, wir haetten diese Schweinerei in zwei Badezimmern gleichzeitig angerichtet und wuerde womoeglich all seinen Watchman-Freunden erzaehlen, dass die Vierer-Maedels-WG im obersten Stockwerk Durchfall haette. Riikkas Vorschlag, wir koennten all seinen Watchman-Freunden im Gegenzug erzaehlen, dass er in unseren Muelltonnen herumwuehle und unsere weggeworfenen Lebensmittel ass und von denen womoeglich auch Durchfall bekam, lehnte ich ab.
 
Riikka ueberlegte schliesslich zur Ablenkung, was Victoires Familie wohl gegessen haben koennte und ob es der Flugzeugfrass von Air France gewesen sein konnte. Nicht allein, dass sie staendig abstuerzten, nein, von ihrem Essen bekomme man auch noch Verdauungsprobleme.
 
Ich hingegen ueberlegte, ob sich unsere Putzfrau vielleicht einen kleinen Rachefeldzug erlaubt hatte, nachdem wir ihr Gehalt um mehr als die Haelfte gekuerzt hatten und sie sich am Wochenende ausschliesslich von Bohnen ernaehrt hatte, um es uns heimzuzahlen.
 
Wie auch immer, wir lachten uns, zwischen ein paar ganz natuerlichen Wuergereflexen jedes Mal, wenn die Suppe drohte ueberzukochen, tod und ich benutzte zum ersten Mal unser drittes Badezimmer, zudem man direkt vom Esszimmer aus praktischen Zugang hat.
 
Bleibt mir die Hoffnung fuer den heutigen Abend, dass alles Wasser schoen in der Kloschuessel geblieben ist und sich kein See mit den Ausscheidungen von Victoria's Familie in unserer Wohnung ausgebreitet hat...
 
 
11.8.09 15:41


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Climatic Changes

Dass der Klimawandel kommen wuerde, war mir seit langem klar. Nun ist er da und er hat seine Konsequenzen mitgebracht.

 

Vor etwa einer Woche war es gross in der Zeitung zu lesen: Skandal! Eine Hand voll kenianischer Politiker, Parlamentsabgeordnete – nebenbei die bestbezahlten der Welt – und Minister besitzen, was nicht sonderlich ueberraschend ist, ein relativ grosses Gebiet im Rift Valley, Teil des ostafrikanischen Grabenbruchs, welches zufaellig auch die groessten Wasserressourcen des Landes besitzt. Vor einigen Jahren bemerkten die maechtigen Maenner, dass sie mit dem vielen Wald und dem riesigen Gebiet selbst nichts anfangen wuerden koennen und verpachteten es – an Bauern, Familien, was auch immer und erklaerten ihnen, sie koennten mit dem Land machen, was sie wollten und, sollten sie rein zufaellig all die alten, grossen Baeume faellen, sie anrufen, sie wuerden sich mit Vergnuegen um deren Entsorgung kuemmern. Einige Jahre lebten alle also so dahin, bis, in diesem Jahr, sich plötzlich alle wunderten, warum es eigentlich so wenig regne und der Winter so warm ausfalle, bis schliesslich jemand auf den abgeholzten Regenwald traf, in der einst wasserreichsten Region Kenias – die nun ploetzlich kahl und trocken ist.

 

Da der Grossteil der Energie Kenias durch eben dieses nun nicht mehr vorhandene Wasser entsteht, sahie kenianische Wasser- und Energie Versorgungsgesellschaft nur noch eine moegliche Folge: Strom sparen, mindestens zwei Mal die Woche in jedem Viertel Nairobis. Am Mittwoch konnte jeder Nairobier in der Zeitung also nachlesen, an welchem Wochentag ihm denn nun der Strom abgedreht werden wuerde – die Zuverlaessigkeit der Daten laesst dabei sehr zu wuenschen uebrig. Laut Tabelle, waeren wir Donnerstags und Montags an der Reihe. Wir bereiteten uns also gestern vor, assen unser ganzes Eis, stellten Kerzen bereit und warteten ab – nichts geschah, wir hatten Strom. Ein erneuter Blick in die Zeitung ergab veraenderte Zeiten: Samstags und mittwochs sollten wir dran glauben.

 

Als wir heute morgen aufstanden, nichts. Totale Dunkelheit. Als ich gegen 17h nach Hause kam, war noch immer nicht an Strom zu denken und so ass ich meinen ganzen Kaese, der bereits komisch roch. Selbst, als es gegen 19h dunkel wurde, nichts. Erst seit 15 Minuten haben wir wieder Licht, das ab und an wieder ausgeht – begleitet mit einem lauten MERDE meiner Mitbewohnerinnen, die vergeblich versuchen, sich im Dunkeln auf Klausuren vorzubereiten.

 

Dass die Folgen des Klimawandels jedoch die Aermsten der Armen treffen wuerde, kann ich bisher noch nicht sehen – denn die Aermsten der Armen haben sowieso keinen Strom...
7.8.09 19:28


Mzungu Prices

Ich weiss, die Zeiten, in denen ich jeden Tag einen Blogeintrag verfasst habe, sind vorbei. Von Frankreich bis heute kann man die Entwicklung gut mit verfolgen – vieles scheint mir nicht mehr schreibenswert.
 
Wie zum Beispiel mein ewiger Aerger mit Afrikanern, die fuer Dienstleistungen oder Waren jeglicher Art zunaechst den Weissen-Preis fordern, le-prix-toubab oderin Kenia the-mzungu-price. Oft werden die Kenianer-Preise nur um wenige Cents erhoeht – wie heute, im Matatu. Als ich einstieg, fragte der Geldeinsammler-Mann wohin ich denn fahren wolle. Ich sagte brav den Namen meiner Station – Community – und gab ihm 30 Shilling – umgerechnet 30 Cent. Er sah mich an und sagte: „Bis Community kostet es 50 Shilling.“ Eine Diskussion brannte aus, denn ich erklaerte ihm, dass ich jeden Tag Matatu fuhr und ganz genau wuesste, dass es 30 Shilling koste. „Die Preise haben sich erhoeht, noch nie was von Inflation gehoert?“, fragte der Typ, der mit Sicherheit kein Wirtschaftsexperte war und vielleicht noch nicht mal lesen konnte. Im Matatu sind die anderen Mitfahrer keine grosse Hilfe, denn sie beobachten gern, was passiert und moechten wissen, ob die Mzungu, die Weisse, tatsaechlich so bloed ist und den doppelten Preis zahlt oder, ob sie sich nicht lumpen laesst und weiss, wie der Hase laeuft. Wer also den Mzungu-Preis bezahlt ist nicht nur ein wenig gewitzter Weisser, sondern verliert auch sein Gesicht vor der gesamten Matatu-Besatzung – eine Schmach, der sich niemand aussetzen moechte, vor allem nicht schon am fruehen Morgen. Ich erklaerte dem guten, aber geldgierigen Mann, dass ich nicht gewillt sei, den Mzungu Preis zu zahlen, da schaute er mich an und sagte: „Gut, du hast Recht, dann macht das 40 Shilling“. Ich sagte nein, drehte mich einfach um und wurde auch nicht mehr von ihm belaestigt.
 
Am Samstag auf dem Massais Markt erklaerte mir einer der Haendler, er haette grossen Durst und fragte, ob ich ihm nicht eine Cola kaufen koenne. Ich erklaerte ihm, dass ich pro Stunde umgerechnet etwa 1,50 verdienen wuerde und er mit Sicherheit das dreifache – er muesse also mir etwas ausgeben.
 
Gestern, auf dem Weg zur Arbeit, hielt mich ein Mann am Arm fest und erklaerte mir, er braeuchte Arbeit, ich solle ihm doch welche besorgen. Als ich ihm sagte, dass ich auch gern einen besseren Job haette, erzaehlte er mir, dass er mit seiner Familie umziehen wolle und nun das Geld von mir benoetigte. Ich sollte ihm natuerlich nicht alles geben, nur, was ich entbehren kann. Ich erklaerte ihm wuetend, dass ich nur 100 Shilling, also einen Euro, dabei hatte, um mein Matatu fuer die Hin- und Rueckfahrt zu zahlen. Es stimmte! Er sagte mir jedoch, dass ich ihm dann ja immernoch 40 Shilling geben koennte, denn das Matatu kostet wie wir ja nun alle wissen, 30 Shilling pro Fahrt. Ich erklaerte ihm, dass es mir leid tue, dass er keinen Job habe, aber dass ich heute auch noch essen muesste und die 40 Shillings dafuer gerade so ausreichten und liess ihn einfach stehen.
 
Vorgestern hatte ich eine Diskussion mit einem Taxifahrer. Ich stand etwa 15 Minuten an der Bushaltestelle und wartete auf Amanda. Etwa 150m von mir stand ein Taxifahrer vor seinem Wagen und winkte und schrie mir zu „Taxi, Madam, Taxi“. Ich ignorierte ihn, aber er hoerte nicht auf, sich die Kehle aus dem Hals zu schreien. So ging ich hin und fragte ihn, warum er denke, dass ich ein Taxi brauche. Er sagte, ich stuende dort so rum, als wuerde ich auf etwas warten. Ich sagte ihm, dass dort etwa 40 andere Leuten rumstanden und warteten – und zwar auf den Bus. Er antwortete, dass er sicher sei, dass ich keinen Bus nehmen wuerde, sondern sein Taxi, denn Weisse naehmen nicht den Bus.
 
Sicherlich hat Weiss-Sein auch Vorteile. Man kommt in jedes noch so schicke Hotel, auch wenn man nur Pipi muss und in jeden noch so feinen Club. Man bekommt immer einen Tisch im Restaurant. Man wird immer besonders freundlich gegruesst, einem wird immer geholfen, Einkaeufe zu tragen. Immer in der Hoffnung auf ein paar Shilling. Dass die Kenianer sich damit nicht nur den Weissen gegenueber rassistisch verhalten, sondern auch sich selbst, brauche ich wohl nicht zu erwaehnen. Bis sie es selbst merken, muessen wir armen Weissen wohl weiterhin akzeptieren, dass wir reich sind.
5.8.09 14:21


Nairobi's nightlife and teaplantations

Ein wundervolles Wochenende geht zu Ende, das erste, das ich hier wirklich von ganzem Herzen genossen habe. Gestern morgen begann es mal wieder mit einem Ausflug auf den Massai Markt, mein vierter und nicht letzter dieser Art. Für diesen Besuch hatte ich mir jedoch etwas ganz besonderes vorgenommen: Sandalen kaufen, ein nicht ganz einfaches Unterfangen für Frau Froschfuß. Ich probierte nahezu jedes Paar Schuhe, dass mir gefiel, bis ich feststellte, dass ich entweder Schuhe nehmen musste, die mir passten oder welche, die mir gefielen. Nachdem mir der Verkäufer bei jedem einzelnen Paar versicherte, dass es wie für meine Füße gemacht sei und es auch gar nicht schlimm wäre, dass die Hälfte meines Fußes aus dem Schuh herausquoll, entschied ich mich für zwei Paar in meiner Größe, die trotzdem noch ganz ansehnlich sind, selbst an meinem Fuß.

 

Nach drei Stunden handeln und diskutieren war es Zeit, zu Philippe zu fahren. Amanda, Sebastian, der neue Praktikant der deutschen Botschaft, Caro, eine kenianische Kollegin von Amanda und Nick, mein Kollege vom DAAD machten vorher einen Abstecher im Supermarkt und kauften Fleisch und Feta – Philippe lud zur Barbecue-Pool-Party ein.

 

Knapp drei Stunden verbrachten wir schwitzend am Grill und Pool, bis es nach Hause ins Bettchen ging – ich wollte fit sein für den Abend, den ich mit Amanda im Havanna, der Bar mit der besten Livemusik in ganz Nairobi, verbringen wollte.

 

Gegen 21.30h holten mich Taxifahrer Josphat und Amanda ab und gegen 22h hatten wir schließlich, ich mit einem 0,5 Liter ziemlich männlich wirkenden Bier und Amanda mit einem weiblichen Rotwein, einen Platz direkt vor den Lautsprechern der sagenumwobenen Liveband ergattert und lauschten kurz andächtig, bald ungläubig der Musik: etwa 30 Minuten lang waren wir uns sicher, aus Versehen den Karaokeabend erwischt zu haben und fast wären wir auch auf die Bühne gesprungen, um eines unserer Lieblingslieder zu schmettern, als wir feststellten, dass noch immer dieselbe, schlechte Sängerin am Mikro stand und es auch keinen Bildschirm gab, der den Liedtext anzeigte.

 

Als Victoire, Tamara und andere Franzosen auftauchten, entschieden wir schnell, die Location zu wechseln. Nach 0,3 Liter Bier, die restlichen 200ml hatte ich Dominique gegeben, der bis zu diesem Zeitpunkt schon drei kenianischen Nutten in ziemlich kurzen Röcken hinterhergeglotzt hatte, war ich selbstverständlich rotzenvoll und sprach besser Französisch denn je und ich stolperte ins Black Diamond, ein angeblich angesagter Club mit eben so guter Livemusik wie im vorherigen.

 

Schon um Mitternacht verschlug es uns nach Hause. Spanner-Dominique, Tamara, Victoire, Claire und ich teilten uns ein Taxi und ich verstand gar nichts mehr, denn der Alkohol hatte seine zweite Phase erreicht. Ich war todmüde. Immerhin brauchte der Taxifahrer fast 40 Minuten und um 1h lag ich endlich im Bett.

 

Mein wohlverdienter Schlaf hielt jedoch nicht allzu lange an. Schon klingelte der Wecker, Victoire murmelte irgendetwas im Bett mir gegenüber und ich quälte mich aus dem Bett.  Viel zu früh mussten Riikka und ich in der Stadt sein, um pünktlich im Matatu zu unserem heutigen Reiseziel zu gelangen: Die Kiambethu Teefarm einer gewissen Fiona, für die sich außer uns nur noch zwei weitere Entdecker begeistern konnten; Philippe und Sebastian. Amanda sagte ab, weil es sie nicht allzu sehr reizte, ein gewisser Fabian entschied sich fürs Ausschlafen und alle anderen blieben lieber zu Hause, als sich mit Tee „zu langweilen“.

Heute war der schönste Tag meines gesamten Aufenthalts. Nachdem wir das richtige Matatu gefunden hatten und aus Nairobi Stadt herausgefahren waren, wurde die Landschaft sichtlich grüner und saftiger, auch, wenn die Fahrt alles andere als angenehm war. Da Sonntags wohl kaum Polzeikontrollen durchgeführt werden, halten die Matatus die Sicherheitsbedingungen nur am Rande ein. Das bedeutet, sie versuchen, wenn möglich, die Türen zu schließen. Die normaler Weise schon sehr schmalen und engen 14 Plätze im Matatu wurden zwischenzeitig von 25 Menschen besetzt und es war so eng, dass der Matatu-Fahrkartenverkäufer seinen Po aus dem Fenster pressen musste, um überhaupt noch in den Wagen zu passen und Sebastian einen Stehplatz einnahm, was im Matatu eigentlich nicht möglich ist und der Insasse schon beim Sitzen den Kopf einziehen muss.

 

Immerhin kamen wir nach knapp einer Stunde an und wurden von Fionas Fahrer am Matatu Stop abgeholt. Auf der Farm angekommen, wähnte ich mich sofort in Europa. Der perfekt gemähte englische Rasen veranlasste Sebastian zu der Frage, ob diese Familie zu den Royals zähle.

 

Fiona begrüßte uns herzlich und lud uns und eine andere Gruppe sechs seltsamer Gestalten zu einer Tasse Tee in ihr schnuckeliges Kolonialhaus-Wohnzimmer ein, wo sie uns in die Geheimnisse des Teeanbaus einweihte und schließlich auf eine Tour durch die Teefelder und den nahegelegenen Wald schickte. Die Ruhe und die hervorragende Luft bei 2200m überm Meeresspiegel taten mir mehr als gut und das darauffolgende Mittagessen war wohl das beste, dass ich hier bisher zu mir genommen hatte, von Gemüsesuppe aus eigenem Anbau bis hin zu selbstgemachtem Vanilleeis, ein Traum.

 

Fast fünf Stunden genossen wir den herrlichen Ausblick auf die Teeplantage, machten uns über die andere Reisegruppe lustig und stopften uns voll bis oben hin. Das Highlight war für mich nicht nur der Kauf des farmeigenen Tees, sondern auch das Chamäleon, das zufällig auf einem Ast herumsaß und dass ich mir auf die Hand setzte. Der Tag war so erholsam, dass ich inzwischen sogar überlegen, an meinem letzten Samstag noch einmal hinzufahren, schon allein, weil Fionas winziges Dackelbaby zum Anbeißen war. Der Spaß kostete uns 15 Euro – ich hätte auch 50 bezahlt für einen so schönen Tag.

2.8.09 20:07


French Cheese

Wie viele verschiedene Sorten Kaese benotigen 3 einhalb Franzosen, wenn sie vorhaben, in der afrikanischen Wildnis zu picknicken?
 
Am Mittwoch abend rief Amelie mich an und bat mich, mit ihr und Philippe einkaufen zu gehen. Etwa 20 Minuten standen wir vorm Kaese-Regal. In unserem Korb lagen bereits drei Packungen (500g) La-vache-qui-rit, ein franzoesischer Streichkaese. Amelie stand zoegernd vor der Kaesetheke, ich bot ihr einen Gouda an, der ihr nicht stark genug roch. Sie entschied sich fuer zwei Packungen Feta a 200g und blieb unentschlossen stehen, schaute mich fassungslos an, als ich vorschlug, einfach irgendeinen Kaese mitzunehmen. Unmoeglich! Sie griff nach einer 200g Packung Kaese mit Pfefferkoernern und Kraeutern und ueberlegte. Ohne Kaese koenne sie nicht leben aber auf alles andere verzichten, sagte sie und warf sicherheitshalber noch eine 250g Packung Emmentaler ins Koerbchen. Wir verliessen den Supermarkt mit knapp eineinhalb Kilo Kaese, der unser Ueberleben in der Massai Mara, dem bekanntesten National Park Kenias, sichern sollte.

Zu Ehren dieses besonderen Ausflugs nahm ich mir den Freitag frei und wartete sehnsuechtig auf Amelie, Olivier und Philippe, die mich mit unserem Safaribus abholen wollten. Knapp eine Stunde zu spaet klingelte es, Amelie musste noch Brote fuer die Fahrt schmieren, natuerlich mit Kaese, und da ihr niemand dabei half, denn Olivier lag noch im Bett und Philippe schrieb hoechstwahrscheinlich mal wieder an einer Postkarte, dauerte das ganze etwas laenger als geplant. Der naechste Stopp war nun das YMCA Guest House, an dem wir Sebastien und Annie, ein frankofinnisches Paerchen abholten.
 
Gegen 10:30h fuhr das Kaesemobil endlich in Richtung Massai Mara, gelegen im Suedwesten des Landes und an den Serengeti Nationalpark in Tanzania angegliedert.

Nach etwa zwei Stunden Fahrt machten wir die erste Pause. Wir hielten in Narok, einer klitzekleinen, dreckigen und haesslichen Stadt irgendwo im Nirgendwo. Ich verliebte mich sofort und wollte am liebsten bleiben, doch es musste weitergehen. Nachdem ich eines von Amelies Kaesebroten verputzt hatte, verliessen wir Narok und der anstrengendere Teil der Strecke begann. Die Strasse endete und ging in einen Kiesschotterweg ueber, der uns an winzigen Massaidoerfern vorbeifuehrte. Am liebsten haette ich jedes Mal laut STOPP geschriehen, wenn uns einer der traditionell in rot gekleideten Massai Hirten, umringt von seiner Herde, mit seinem Speer zuwinkte oder die mit unendlich viel Schmuck behaengten Massaifrauen beim Waschen im Fluss ihren Kopf nach uns reckten oder die Kinder schreiend neben unserem Auto herrannten. Es war unglaublich und mir sind fast die Traenen gekommen, nach sechs Wochen stinkig versmogtem und europaeisch-vergammeltem Nairobi, wo jeder jeden betruegt, man nach 19h nicht mehr auf die Strasse geht und niemand niemanden gruesst haette ich nicht gedacht, dass es in Kenia doch noch ein Afrika gibt, bunt und froehlich und schoen!

Nach etwa viereinhalb Stunden Fahrt durchs Wunderland erreichten wir unseren Camping Platz, denn Alena geht nicht nur wandern, sondern auch campen. Da Philippe zum ersten Mal in seinem Leben einen Camping Platz betreten musste, entschied er sich, genau wie ich, fuer die Luxus Zelt Variante mit richtigem Bett und sonst nichts waehrend sich die anderen vier in ihren eigenen vier Zeltwaenden vergnuegen mussten. Wie sich herausstellte gehoerte der Platz einer Deutschen - einer Bayerin - weshalb sich Philippe trotz der Affen wie zu Hause fuehlen konnte - die ausnahmslos Massai Krieger in ihren Dienst stellt, weshalb unser Nachtwaechter mit Speeren bewaffnet um unsere Zelte schlich und am Tag seine Kuehe auf dem Platz weiden liess.
 
Waere da nicht so viel Natur gewesen, haette ich mich wohl auch ganz heimisch fuehlen koennen, doch leider kann ich Muecken, Dreck und Plumpsklos weder bei Tag noch bei ausnahmslos dunkelster Nacht ertragen. Zum Glueck waren Philippe und ich da einer Meinung. Camping ist fuer uns kein Urlaub, sondern  schmuddelig herumlaufen, am liebsten jede Sekunde unter die Dusche hopsen und furchtbar anstrengend. 

Bei unserer Ankunft am Freitag nachmittag hatten wir jedoch nicht viel Zeit darueber nachzudenken, denn es ging sofort auf Safari in den Park. Dank meiner franzoesischen Mitbewohnerin Tamara erhielt ich am Eingang - nachdem wir etwa 30 schmuckverkaufende Massai Frauen abgewimmelt hatten, die uns ihre Armbaender zu laecherlich horrenden Preisen andrehen wollten - tatsaechlich und ganz easy den Residents Eintrittspreis von nur 10 Euro, statt 50 Euro. Mit dem gesparten Geld kaufte ich Armbaender.

Der Park entpuppte sich als nicht abgesperttes oder eingezaeuntes Gebiet, in dem Loewen, Leoparden und Hyaenen ihr Unwesen treiben, die die Massai angeblich zum Wahnsinn bringen, denn ab und an fehlt eine ihrer Kuehe oder Ziegen.
 
Schon nach drei Stunden hatten wir alle nur moeglichen Tiere gesehen, faule Loewen, gefraessige Elefanten, gelangweilte Hyaenen, verschlafene Geparden... Im Reisefuehrer werden die wichtigsten und groessten Tiere als THE BIG FIVE angepriesen. Uns reichte diese Klassifizierung nicht und wir kuerten schliesslich noch The Ugly Five, The Useless Five und The Boring Five, zu denen unter anderem die Warzenschweine und die Gnus zaehlen, die beide ein eher sinnloses Dasein im Park fristen und niemandem - ausser den Loewen - so Recht einen Vorteil bringen.
 
Den Abend verbrachten wir mit einem kleinen Picknick im Camp, das wir bei voelliger DUnkelheit zubereiteten und im Gras zu uns nahmen. Ich war begeistert und ging frueh ins Bett, konnte jedoch auf Grund der Muecke, die sich in mein Zelt verirrt hatte, kaum schlafen.
 
Der Samstag entpuppte sich als 11 stuendige mega Tour, von der ich etwa zweieinhalb Stunden verschlief bis zum reichhaltigen Kaese-Lunch. Da Franzosen scheinbar noch immer nicht den Begriff Fruehstueck in ihren Wortschatz aufgenommen haben, blieb ich bis 14h ohne Nahrung. Zumindest ohne vernuenftige Nahrung. Stattdessen fuellte ich meinen leeren Magen fleissig mit Keksen und Chips bis mir schlecht und schlaefrig war.
 
Erst gegen 18h waren wir zurueck beim Camp und nahmen schliesslich unser Dinner zu uns, ein kleines Buffet fuer saftige deutsche 9,50 Euro inklusive tollpatschiger Massai Kellner. Die zweite Nacht schlief ich sichtlich besser nur die Lage meines Zeltes machte mir Sorgen, direkt am FLuss, an dem ich tags zuvor zwei fette Krokodile sitzen sah.
 
Am naechsten Morgen machte ich mich daran, mir ein Fruehstueck zuzubereiten. Ich ging in unseren kleinen Abstellraum und regte mich - in ein Brot beissend - gerade darueber auf, wie gestern alles achtlos herumgeworfen wurde, als Amelie reinkam und mich fragte, ob ich hier so ein Chaos veranstaltet hatte. Nein, natuerlich nicht. Da es sonst keiner war, schlossen wir, dass es wohl die Affen gewesen waren, die in der Nacht an unseren Broten - jedoch nicht an unserem Kaese - geknabbert hatten, dass ich nun gerade ass.
 
Gestern abend kamen wir erschoepft und muede zu Hause an und ich freute mich unendlich auf mein Bett, in dem waehrend meiner Abwesenheit, natuerlich nur mit meiner Zustimmung, Pim geschlafen hatte, ein Freund meiner Mitbewohnerin Victoire. Natuerlich hatte sie mir gesagt, dass sie ihm ihr Bettyeug aufziehen wuerde, was sie nicht getan hatte und so hatte Pim in meinem Bettzeug geschlafen. Auch wenn Pim ein gut aussehender Hollaender mit einem gutriechenden Parfum ist, kann ich mir nichts ekligeres vorstellen, als in dem selben Bettzeug schlafen zu muessen, wie er, sodass die Nacht nicht so angenehm war, wie erhofft und ich heute morgen mein Bettzeug zum Waschen weggab. Pfui!
27.7.09 15:39


hiking

Ein gutaussehender junger Mann erklaerte mir vor nicht allzu langer Zeit die Vorzuege des Wanderns: Zwar ist der Aufstieg  oft muehsam und verhasst, doch der meist malerische Ausblick vom Gipfel entschaedigt jeden noch so gebeutelten und erschoepften Wanderer fuer alle Muehen.

Am Sonntag folgte ich neugierig dem Ratschlag des wohlgeratenen jungen Herren und begab mich in Begleitung einiger Franzosen und anderer Frankophilen auf den nicht mehr wirklich aktiven Vulkan Mount Longonot.

Folgende Informationen holte ich zuvor von meinen englischsprachigen Freunden, Bekannten und Kollegen ein:

„I did Mount Longonot in one hour, you will do it in… let’s say… two and a half hour”

“oh my god, it’s sooooo dusty, my clothes have never been dirtier before!”

“I hate hiking and I hated Mount Longonot”

Kommentare wie diese motivierten mich also zusaetzlich - neben meiner top Kondition und meiner Vorliebe fuer Berge - mich der Wandergruppe anzuschliessen.

Schon die Nacht von Samstag auf Sonntag war die Hoelle. Nachdem ich Samstag abend verschimmeltes Brot  gegessen hatte, war in den Stunden darauf nicht an Schlafen zu denken. Alle paar Minuten brachte mich der gruene Pelz, den ich vorher verschlungen hatte, zum Stoehnen, zwei Mal musste ich mich beinahe uebergeben. Koerper und Gehirn arbeiteten gut zusammen, um nicht wandern gehen zu muessen.

Als mein Wecker um 7h klingelte und mein Magen immer noch rumorte, wollte ich schon Riikka, meine Mitbewohnerin, wecken und sie fragen, ob sie meinen Platz wuerdig vertreten koenne und statt meiner Wenigkeit den Berg hochkraxeln moechte. Als gut disziplinierte Deutsche sagte ich mir jedoch, dass ich eines Tages mit Sicherheit mal einen Berg hochgehen muesse, moechte ich eines Tages in die wanderbegeisterte Familie des liebenswuerdigen jungen Mannes einheiraten und nicht von meinen bis dahin wohl 80-jaehrigen Schwiegereltern ueberholt werden, riss mich am Riemen und schluepfte in meine jeder Zeit bereitstehenden rosafarbenen mit Bluemchen bestickten Tracking Sandalen (zu denen mir Isabell bei Deichmann geraten hatte, damit ich immer sagen koennte, die haette ich schon, seit ich ganz klein bin), mit denen ich vollkommen underdressed war.

Alle, bis auf mich, trugen zumindest geschlossene Schuhe, die meisten sogar richtige Wanderstiefel, und ich wurde nicht nur ziemlich schraeg angeguckt, sondern auch gewarnt, dass ich den Aufstieg mit diesem Schuhwerk eventuell nicht schaffen wuerde.

Auf dem Weg zum gefuerchteten Vulkan versuchte ich nun noch ein paar Minuten Schlaf abzukriegen. Unmoeglich. Um mich herum unterhielten sich alle ueber Schuhe, Schugroessen und Vor- und Nachteile von schmalen Fuessen – letzteres ein Thema, bei dem nur betreten auf meine Froschfuesse schauen kann.

Endlich angekommen, zettelte ich einen kleinen Streit mit dem Eintrittskarten-Mann an, in der Hoffnung, er wuerde uns den Eintritt zum National Park und somit zum Berg verweigern. Mal wieder unterschaetzte ich die Geldgier der Kenianer.

Die folgenden zwei Stunden waren eine echte Qual fuer mich. Aber ich dachte an die weisklingenden Worte des ueberdurchschnittlich klugen jungen Herren und stellte mir vor, wie atemberaubend der Ausblick sein musste, um mich fuer all die Qualen zu entschaedigen.

Immerhin lag ich mit meinen Sandalen genau richtig. Waehrend die anderen mit staubigen Schweissfuessen und Blasen herumliefen, schwebte ich wie eine Elfenkoenigin ueber Staub und Stein.  

Voll von Staub, Asche und Dreck, verschwitzt und sonnengeroestet stuermten wir schliesslich nach etwa zwei Stunden den Gipfel - ich war nicht mal die letzte. Hinter mir erreichte Lisa, die durch eine Erkaeltung vollkommen geschwaecht und einem Kreislaufkollops nahe war, das Ziel.

Ich blickte mich um und sah nach links auf den unter mir liegenden Krater und  nach rechts auf die kilometerweiten afrikanischen National Parks Longonot, Nakuru und Naivasha. Am Horizont sah ich die Gipfel der Ngong Berge und am Fusse des Bergs eine kleine Herde Zebras grasen.

Ich fuehlte mich betrogen und ich verwuenschte den, was Wanderungen und sonstige sportlichen Taetigkeiten anbelangt, nicht sehr zuverlaessigen jungen Mann.

Im Gespraech mit einer kleinen aber feinen jungen Dame verglich ich mein Erlebnis mit folgender alltaeglicher Situation:

Man stelle sich vor, man stehe vier Stunden in der Kueche, brutzelt, braet, kocht und ruehrt, um dann am Ende die koestlichste Koestlichkeit kreiert zu haben. Ein Aufwand der sich lohnt.

Man stelle sich nun andererseits vor, vier Stunden in der Kueche, brutzel, brat, koch, ruehr, um schliesslich einen halben Teller in ranzigem Fett gebratene Pommes vor sich zu haben. Ein Aufwand der sich nicht lohnt, auch, wenn Pommes – egal wie ranzig das Fett, in dem sie gebraten wurden auch immer sein mag – trotzdem ganz lecker sind.

Am Sonntag stand ich vor einem Teller Pommes. Eigentlich ganz lecker und recht saettigend, aber nicht nach einem halben Tag in der Kueche. Von wegen, der Ausblick entschaedigt jeden gebeutelten Wanderer und all der Quatsch. Der Preis, um diesen Ausblick geniessen zu koennen, war mir persoenlich zu hoch und die moegliche bevorstehende Wanderung mit meiner eventuell zukuenftig verschwaegerten Familie abgeblasen, bevor sie ueberhaupt geplant war. Schliesslich entschaedigt auch nicht jedes Essen einen Koch dafuer, vier Stunden in der Kueche gestanden zu haben.

21.7.09 15:33


Becomming a Resident

In Kenya gibt es viele schoene Sachen anzusehen. Man benoetigt nur eines: GELD. Die Eintritte in die Nationalparks bescheren mir schlaflose Naechte. 60 Dollar soll man pro Tag und Prak zahlen. So geil bin ich dann doch nicht auf Loewen und Gnus, die von Krokodilen zerfleischt werden. Deswegen versuchen wir klugen Europaer nun, den Re-Entry Pass zu beantragen, was gar nicht so einfach ist. Zunaechst war ein Anruf beim Ministry of Immigration notwendig. Leider konnte man mir dort nicht weiterhelfen bzw. verstand der Mann am Hoerer nicht, was ich wollte und ich verstand nicht, was er wollte, obwohl mein Englisch inzwischen gar nicht mehr so schlecht sein kann. Ich muss nun also in den naechsten Tagen mal dorthin. Wie jede Behoerde, haben sie nur bis 17h geoeffnet. Ich arbeite bis 17h. Man muss dort dann seinen Reisepass abgeben, den die dann etwa 2 Wochen einbehalten. Inywischen ueberlege ich, ob es nicht weniger Aufwand waere, das Geld einfach zu zahlen. Darauf spekulieren die natuerlich. Im Endeffekt liegt auch nur noch ein einziger Park vor mir, fuer den ich also 120 Dollar zahlen soll, ich schaetze, das sind zur Zeit etwa 80 Euro, wofuer ich damals, als ich noch Jobs hatte, 10 Stunden arbeiten musste. Nun, im Praktikum, muss ich 40 Stunden dafuer arbeiten. Ist das fair?

Dass Fairness hier natuerlich ganz und gar nicht an erster Stelle steht, ist klar. Dass die Kenianer nicht langfristig denken koennen und zwar zum Beispiel daran, dass die studentischen Touristen von heute, die reichen Touris von morgen sind, die, weil sie Kenia damals so schoen fanden, mit ihren Familien hier einen Luxussafariurlaub verbringen wollen. Ich fuer meinen Teil, werde das meiner Familie spaeter sicherlich nicht vorschlagen, lieber zahle ich woanders sogar mehr, als noch mehr Geld in zahnlosen Rachen der Tourifaenger zu werfen, als ich es jetzt schon getan habe. 

Wenigstens unser Trip nach Mombasa, der ganz unabhaengig von Nationalitaet und Wohnort fuer jeden dasselbe kostet, nimmt langsam Gestalt an. Immerhin sind wir schon zu fuenft und uns einig, dass wir alle Urlaub brauchen vom ewigen Resident, Non-Resident, Resident, Non-Resident...
17.7.09 11:51


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